Perspektiven auf das Altern im Dialog.

Erneuerung der Altersstrategie

Das Parlament hat den Bundesrat im März 2024 beauftragt, seine Strategie für eine schweizerische Alterspolitik aus dem Jahr 2007 zu überprüfen und eine Aktualisierung vorzunehmen.

Die Swiss Platform Ageing Society will dazu einen aktiven Beitrag leisten hat deshalb in Zusammenarbeit mit der ZHAW einen Bericht publiziert namens "Altern in der Schweiz: Welche Politik für morgen?"

Ergebnisse der Synthese

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die alterspolitischen Prioritäten seit 2007 aus Sicht unserer Partnerorganisationen deutlich verändert haben. Besonders hervorgehoben werden vier Themenfelder:

Gesundheitsförderung und Autonomie im Alter

Gesundheitsförderung und Autonomie war bereits Bestandteil der Altersstrategie von 2007 und wird weiterhin als zentrale Voraussetzung für die Lebensqualität älterer Menschen betrachtet. Der Bericht unterstreicht, dass die Förderung von Gesundheit und Selbstständigkeit auch für die zukünftige Alterspolitik wichtig bleibt.

Integrierte Versorgung

Die integrierte Versorgung war in der Altersstrategie von 2007 noch nicht enthalten. Die Ergebnisse weisen auf ein Bedürfnis nach einer besseren Abstimmung und Koordination zwischen den verschiedenen Bereichen der Versorgung älterer Menschen.

Psychische Gesundheit im Alter

Auch dieses Thema gehört zu den Herausforderungen, die in der Altersstrategie von 2007 noch nicht berücksichtigt wurden. Es wird ersichtlich, dass psychische Gesundheit heute als unentbehrlicher Bestandteil der Alterspolitik verstanden wird; insbesondere die Bedeutung sozialer Teilhabe, die Bekämpfung von Altersdiskriminierung sowie der Zugang zu niederschwelligen Unterstützungsangeboten.

Einsamkeit und soziale Isolation

Einsamkeit wird als eine der wichtigsten neuen Herausforderungen der Alterspolitik eingeschätzt. Die Resultate unterstreichen die Bedeutung sozialer Netzwerke, altersfreundlicher Lebensräume und gesellschaftlicher Teilhabe.

Darüber hinaus weisen die Ergebnisse auf drei übergreifende Handlungsbedarfe hin:

  • Die Koordination zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden stärken

  • Die Wissensgrundlagen in verschiedenen Themenbereichen weiterentwickeln

  • Bestehende gute Praxis sichtbarer machen und breiter verbreiten

Prozess und Forschung

Für die Erstellung des Berichts hat sich die Swiss Platform Ageing Society mit dem Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie der ZHAW zusammengetan. Der daraus resultierte Bericht wurde dem Bundesamt für Sozialversicherungen als Beitrag zur Erneuerung der nationalen Altersstrategie übergeben.

1. Befragung der Partnerorganisationen

In zwei Befragungen wurden zunächst aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Alterspolitik identifiziert und priorisiert. Dabei wurden zahlreiche Themen sichtbar, die in der Altersstrategie von 2007 noch nicht berücksichtigt waren.

2. Netzwerkanlass «Altern in der Schweiz: Welche Politik für morgen?»

Am 19. März 2026 diskutierten anschliessend rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis die priorisierten Herausforderungen in vier thematischen Workshops.

Themenschwerpunkte:

  • Psychische Gesundheit im Alter

  • Fachkräftemangel in der Pflege

  • Gewalt gegenüber älteren Menschen

  • Digitale Inklusion

Kontakt

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